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Dr. werden ist nicht schwer... – 07.10.2013

OP-Verbot für selbständige Assistenten?

Es ist nun ein wenig Zeit ins Land gezogen und ich habe bereits so manche Veränderung im Vergleich zum Start festgestellt. Nachdem man bemerkt hat, was ich so alles kann, wurde festgestellt, dass ich nicht lange für eine Untersuchung brauche, diese oft zu interpretieren mag und oft nicht so oft den Oberarzt anrufen muss. Somit bin ich angesichts der Personaldecke in Ambulanz und auf Station um einiges wertvoller.

Meine OP-Einsätze gehen zurück. Drastisch im Vergleich zu den ersten sechs Wochen... Meine Skepsis war also trotz des guten Starts nicht unangebracht. Mittlerweile wächst sie sogar. Meine Gedankenwelt kreist also momentan um Alternativen. Soll ich tatsächlich von meiner Haltung abrücken, etwas lernen zu wollen? Soll ich mich dumm stellen und langsamer arbeiten, damit ich an die Hand genommen werde? Soll ich das Fach wechseln? Soll ich das Land wechseln? Soll ich mich einfach durchschleppen bis zum Facharzt und dann niederlassen?

Tritt auf der Stelle,

Euer Anton Pulmonalis


Leserkommentare

kueltigin am Montag, 21. Oktober 2013, 21:18
Tritt auch auf der Stelle
und fragt sich wann es kapieren wird

unser

Anton Pulmonalis
Andreas Skrziepietz am Sonntag, 20. Oktober 2013, 13:07
und oft nicht so oft den Oberarzt anrufen muss.
mir fehlen die worte
Wassmund71 am Freitag, 11. Oktober 2013, 16:41
AiW?-kenne ich nicht ,sondern nur Schreibkräfte mit abgeschlossenem Medizinstudium
Im schlimmsten Fall hilt eine Änderungskündigung.
Den dann fälligen Weiterbildungsvertrag würde ich dann mit Hilfe eines Juristen eines der großen Berufsverbände aufsetzen lassen.
Doch Vorsicht viele Kliniken reagieren extrem pissig(Entschuldigung!)wenn sie sich beim Leute über den Tisch ziehen und auf den Arm nehmen ertappt fühlen und nehmen dann die Kündigung an.
Ich spreche da aus eigener Erfahrung , wollte selbst einmal Chirurg werden -so die Theorie.
In Wirklichkeit war man Stationstrottel und medizinische Schreibkraft.
Selbst so schwierige Eingriffe wie ein kleiner Nävus (hatte davon schon genug operiert)und VAC-Wechsel wurden von den Oberärzten gemacht.
Dafür zeigten besonders die Jungoberärzte einem am Freitag , wenn die Ambulanz überlief , geistig den Stinkefinger,stolzierten einmal grinsend durch die Ambulanz ,bevor sie sich ins Wochhenende verabschiedeten.
Ich befürchte aber es wird sich in Deutschland erst dann etwas ändern , wenn man Chefärzten,die konsequent nicht weiterbilden , obwohl sie Assistenten in Weiterbildung beschäftigen,genauso konsequent die Weiterbildungsbefugnis entzieht und dies in den jeweiligen Ärztblättern auch veröffentlicht.
Aber dies wird ein Wunschtraum bleiben,denn dann wird wieder das beliebte Jammerargument Ärztemangel ausgepackt und Ärzte vom südosteuropäischem Ärztestrich geholt(Achtung Polemeik), die aufgrund von Sprachproblemen nicht einmal verstehen können was sie für Verträge unterschreiben(selbst erlebt da wurde ein Facharzt für plastische Chirurgie von einen Krankenhaus im Gummersbacher Raum als zunächst als Praktikant eingestellt, dann , nach Erteilung der deutschen Approbation, als Assistenzarzt im ersten Weiterbildungsjahr ).
Dies ist unfair gegenüber allen Beteiligten.
Dann sollte man jungen Kollegen wenigstens die Wahl lassen , ob sie die Facharztweiterbildung in diesem Fach anstreben oder nur als Stationsarzt arbeiten wollen.
osterarzt am Freitag, 11. Oktober 2013, 11:36
always the same, but different
Die Klinik, die den zufriedenstellt gibt es nicht. Bleibt nur : Fach wechseln (wird dort aber auch nicht anders sein), eigene Klinik kaufen (reicht wahrscheinlich das Geld nicht), oder einfach ein paar Jahre mitschwimmen, Chefarzt werden und mit der schon oft dokumentierten Empathie und sozialen Kompetenz alles besser machen.
tahubaso am Dienstag, 8. Oktober 2013, 11:16
Artikel von Kollegen Pulmonalis
Soviel ich weiss, waren 4 gleichen Ereignisse bei 4 Kollegen in verschidenen Gebieten geschehen. Man wird nach dem "Koennen" n I c h t gefragt. Das ist einfach Deutschland. Die Dunkelziffer ???
tahubaso am Dienstag, 8. Oktober 2013, 11:09
Artikel von Kollegen Pulmonalis
So viel ich weiss, waren es 4 gleichen Ereignisse bei 4 Kollegen in verschiedenen Gebieten geschehen. Man wird nach dem "Koennen" gefragt. Das ist einfach Deutschland.
EEBO am Montag, 7. Oktober 2013, 20:13
Geduld, junger Padawan...
es werden bessere Zeiten kommen...
Es gibt doch sicherlich Vereinbarungen zwischen Dir und Deinem Chef über die Weiterbildungsziele? Insofern würde ich erst einmal abwarten und sehen, wie sich das ganze entwickelt. Dumm stellen ist sicherlich dumm, und der FA-Wechsel ändert das Problem auch nicht (es sei denn, Du kämest zu mir auf die dunkle Seite der Station...). Ansonsten empfehle ich ein Zweitstudium, z.B. Jura, um die bösen Chefs zur Rechenschaft zu ziehen. Oder aber die Konstruktion eines viel besseren Lichtschwertes, um sie in paßgenaue Hälften zu zerteilen. Jedenfalls: Nach 6 Wochen bereits mit einem Urteil zur Hand zu sein, halte ich doch für arg früh. Möge der Saft mit Dir sein!

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