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Gesundheit – 21.08.2013

Wie Kaffee und Tee eine Fettleber wegzaubern

Kaffee gegen die Fettleber. Das dürfte eine Therapie sein, die den meisten Patienten schmecken dürfte. Denn viele Patienten mit nichtalkoholischen Steatohepatitis (NASH) sind Genussmenschen und ein wichtiger Grund für die Leberfunktionsstörung wird in einer jahrelangen Fehlernährung vermutet.

Die derzeitige Therapie der NASH, wenn sie denn als notwendig erachtet wird, besteht in einer Gewichts­reduktion und sportlicher Aktivität. Sie wird selten umgesetzt. Kaffee wäre da sicherlich willkommen. Die ersten Hinweise kamen aus epidemiologischen Studien, in denen starke Kaffee- und Teetrinker seltener an einer Fettleber erkrankten (während Espresso keine Wirkung erzielte).

Unklar war bisher, wie die protektive Wirkung zustande kommen könnte. Die Gruppe um Paul Yen von der Duke Universität in Durham/North Carolina hat jetzt einen möglichen Wirkungsmechanismus entdeckt. Ihren Experimenten zufolge stimuliert Koffein in der Leber den Abbau von Koffein über die Lysosomen. Bei Mäusen konnten die Forscher eine nichtalkoholischen Steatohepatitis (NASH) durch Koffein lindern und den Abbau in den Lysosomen nachweisen.

Ob die Therapie auch bei NASH-Patienten funktionieren würde ist unklar. Der Beweis durch eine randomisierte Interventionsstudie steht freilich noch aus. Akzeptanzprobleme dürfte es einer solchen Studie nur in der Vergleichsgruppe geben, der das Genussmittel entzogen werden müsste, denn die meisten Menschen genießen heute koffeinhaltige Getränke in der einen oder anderen Form. Darunter sind auch viele Menschen, deren Leber infolge anderer Genüsse Fett angesetzt hat. Ob hier die Steigerung des Kaffee-Konsums wirklich helfen würde…?



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