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Dr. werden ist nicht schwer... – 01.07.2013

Perfides System verhindert Ausbildung

Es kommt mir vor wie bei Hase und Igel: Sind wir Assistenten für einen kleinen Eingriff als Operateur eingetragen, passiert es allzu häufig, dass wir erst gar nicht gerufen werden, sondern von der OP erst erfahren, wenn sie gelaufen ist. Es geht nicht nur mir so, sondern allen Assistenten meiner Klinik. Dies ruft natürlich Verärgerung hervor. Spricht man die OP-Schwestern an, deren Aufgabe es ist, uns zu rufen,so heißt es, der Oberarzt sei da gewesen und habe den Eingriff selbst schnell machen wollen. Spricht man dann den Oberarzt an, sagt dieser, er hätte gar nicht gewusst, wer draufsteht, wäre gerade da gewesen oder wäre gerufen worden und habe den Eingriff eben schnell gemacht.

Also geht es um Geschwindigkeit. Unser Haus beendet das OP-Programm zeitig. Es gibt keine geplanten Eingriffe, die durch die Dienstbereitschaft durchgeführt werden. Also gucken die Assistenten sozusagen in die Röhre, damit unser OP-Personal inklusive Oberarztschaft früher vor der Glotze sitzen kann. Primitives System aber effektiv. Scheinbar geht es nur unserer blonden Kollegin anders. Dafür wird wohl ihr Lieblingsoberarzt Sorge tragen. Auch hier ist das System eher primitiver Natur.

Das einzig bisher wirklich effektive Gegenmittel ist das Abpassen des zu operierenden Patienten auf Station. Aber leider scheut auch das Stationspersonal den Mehraufwand eines Anrufs. Und zieht man sein ambitioniertes Vorhaben durch und hat immer ein Auge und ein Ohr beim zu operierenden Patienten, dann kommt man langsam vorwärts und zieht den Unmut der Station und der Obrigkeiten auf sich.

Wird sich wohl noch oft mit seinen (Leidens-) Kollegen ohne Lösung über dieses Problem beraten,

Euer Anton Pulmonalis


Leserkommentare

kueltigin am Samstag, 27. Juli 2013, 11:35
an niceman5
leider hat sich die situation in den letzten 1-2 jahren radikal geändert freie stellen gibt es dank ausländischer kollegen kaum noch
kueltigin am Samstag, 27. Juli 2013, 11:34
an niceman5
leider hat sich die situation in den letzten 1-2 jahren radikal geändert freie stellen gibt es dank ausländischer kollegen kaum noch
niceman5 am Sonntag, 21. Juli 2013, 04:00
Fordern Sie weiterhin die Weiterbildung mit dem Log-Buch ein!
Wenn Sie dran bleiben oder Konsequenzen ziehen, wird sich etwas ändern! Ich war überrascht, wie eine neue Generation von WeiterbildungsassistentInnen an zwei von vier meiner Weiterbildungskliniken geschafft hat, Forderungen nach mehr Weiterbildung durchzusetzen. Die Arbeitsmarktsituation hatte sich für Ärzte verbessert, besonders die jungen Ärztinnen waren selbstbewusster, wollten sich nicht alles gefallen lassen, waren schneller bereit, woanders zu arbeiten, waren sogar bereit, das Weiterbildungsfach zu wechseln und räumten dem Beruf keinen so zentralen Stellenwert in ihrem Leben ein.
Je weniger die Region oder die Stadt Menschen dieses Alters etwas bieten konnte, desto mehr musste die Klinik etwas bieten, um die Ärzte anzulocken.
kueltigin am Mittwoch, 17. Juli 2013, 22:46
lieber leidensgenosse ich habe nun all deine
beiträge gelesen.
ich muss eins vorweg sagen, und verstehe mich bitte nicht falsch, mir kommt es schon ein wenig so vor als ob du vom typ her ein etwas egozentrisch narzistisch veranlagter schnackertyp bist. in einem deiner beiträge hast du das therapiekonzept von irgendwelchen vorgesetzten sottiert. ich sag dir eins, ich hätte es mit meine neun berufsjahren erfahrung genauso wie dein oa gemacht.
die chirurgie ist ein Fach der "demut" dass heisst oftmals schnauze halten, ja sagen, und sich geschickt einschleimen was leider auch nicht jedem gelingt und kollegen lumpen. das ist leider so.
was ich bei dir nicht verstehe, und deshalb sage ich du bist ein schnacker, warum du wenn du denn das problem richtig erkannt hast nicht dafür sorgst, dass du mit dem patienten runter in den op gehst.
wie sollst du das machen?
excercieren wir mal gedankenexperimente:
1. du sagst den schwestern das du irgendwas mit dem patienten machen musst wenn er abgerufen wird z.b.. braunüle legen. also weisst du wann dein patient in den op kommt dann braucht dich weder dein oa noch die op-trullern zur op rufen.
oder 2. du sagst den anästhesisten oder anästhesiepfleger bescheid dass du bitte dazu gerufen wirst, weil du dem patienten noch was wichtiges.....
oder......
was ich sagen will, ist dass du halt dann mehr initiative zeigen und zur not den schreibkram auf der station für andere liegen lassen musst.
ich behaupte dass genau das verhalten von manchen chefs verlangt wird. andernfalls ist das argument jenes ,
"ich will ihn ja operieren lassen aber der will doch nicht ( leider ein häufiger rechtfertigungsgrund der vorgesetzten) schliesslich zeigt er kein interesse."
so insgesammt muss ich dir recht geben. die chirurgie ist so wie es aktuell ist ein mieses fach die arbeitsbedingungen sind schlecht die bezahlung auch. die verantwortung ist hoch und die weiterbildung gleicht, weil diesbezüglich kein gültiges kontrollierttes und umgesetztes recht herrscht, eher einem feudalen, willkürlichem ausbeutungssystem.
ich bin der meinung dass unsere situation nicht mit den menschenrechten vereinbar ist, daher dringend und sofort revidiert werden musst.
es kann nicht sein das man nicht ausgebildet wird, das gibt es in keinem anderen beruf der welt, wenn ja dann sagt es mir. es kann nicht sein dass man jahrelang abitur macht und studiert um chirurgie zu machen oder internist oder sonstwas zu werde um dann für eine selbsterchorene elite höhere handlangertätigkeiten durchzuführen. wenn dem so sein soll dann muss man vorher wenigstens genauestens informiert werden wie das ausbeutungssystem hierzulande funktioniert und dass man trotz leistungserbringung schlechte bis keine chancen hat weitetzukommen, weil man die falsche nase hat. liest man sich jedoch die offiziellen werbeseiten für das fach der chirurgie durch(z. b. bei dem bdc), dann denkt man wow packen wir es an ich schaff das schon wenn ich mich reinknie, aber so läufts nicht, leider. und darüber wird man vorher nicht informiert.
mein bester ich stecke in einer ähnlichen situation wie du. ich bin fa für chirurgie, wollte jedoch meinen uchi dranhängen. ne ausbildung diesbezüglich habe ich nicht erhalten. die begründung war wortwörtlich " ich mag sie nicht und das war auch der gund warum sie ihr erster chef nicht ausgebildet hat" endlich einer der was zugegeben hat, was ich schon lange geahnt und gewusst hatte. wieso ich das geahnt hab? naja, irgendwann weiss du was du kannst und was die anderen draufhaben, und wenn du dann siehst dass leute die fachlich nicht so gut sind wie du vom op katalog her weiter kommen manche sogar mit 2 linken händen dann kann man seinen teil ja denken.
so nun sag ich dir noch eins. ich habe mich an viele stellen gewendet, ich kann dir all meinen emailverkehr zur begutachtung zuschicken. die quintessenz von all der korrespondenz ist die, dass keiner von denen mich ernst genommen hat. tenor der antworten war, dann wechsel die stelle denn wo anders ist das viel besser (ich weiss dass dem nicht so ist), sei nicht so egozentrisch und sag nicht dass das alles ungerecht ist nur weil das jetzt dein EINZELSCHICKSAL ist und wer was kann darf auch was machen da seien alle chefs so ehrlich und fair und meine situation habe auch nichts mit meiner herkunft zu tun.
ehrlich die sind teilweise überhaupt nicht auf die von mir genannten kritikpunkte eingegangen sei es die vom bdc oder der äk egal! die glauben das sie im recht sind und alles richtig machen. die wenigen glücklichen die ausgebildet werden werdens, weil die sehr gut sind und die anderen werdens nicht, weil die sehr schlecht sind. so ist es.
ich glaube sogar mittlerweile, dass die alle unter einer decke stecken, ich sags dir wenn die im lionsclub oder den rotariern oder... drin sind vergiss die! es gibt genug begründungsmythen einen nichts machen zu lassen den man nicht mag und den den man mag tja egal auch wenn er 2 linke hände hat darf er es. von wegen zeit recourcen blablabla...
so wass meinst du willst du bezwecken? mal wieder hast du das problem richtig erkannt nur deine schlussfolgerung....?
warum machst du nicht was anderes? werd zahnarzt keine sch..lechten dienste mehr, keinen kleinkrieg mit den pflegern, jeden tag ausschlafen und ne chance haben seine rente geniessen zu können und dabei noch geld verdienen. noch bist du jung, noch kannste was ändern, junge ich rates dir hau in den sack und lass den schmuh mit der träumerei und dem pseudochristlichen ich bin lieb und rette die welt, dann wenn ich mal endlich am sankt nimmerleinstag zum operieren komme, denken.
anton pulmonalis ich hab dich lieb also bitte wiederhole nicht meinen fehler!
werd was anderes
im übrigen entschuldige meine wortwahl und meine mangelnde eloquenz. ich bin ein einwandererkind und bin damals nicht jeden abend, wie manch ein anderer hier, mit gutenachtgechichten ins bett gegangen.
bitte melde dich bei mir meine emailadresse haste hoffentlich
ich wart auf dich
gründe einen club ich tret dem bei und dann können wir dagegen vorgehen,
spass beiseite vielleicht lässt sich ne klage organisieren ich mein das im ernst
also packs an
kueltigin am Mittwoch, 17. Juli 2013, 22:46
lieber leidensgenosse ich habe nun all deine
beiträge gelesen.
ich muss eins vorweg sagen, und verstehe mich bitte nicht falsch, mir kommt es schon ein wenig so vor als ob du vom typ her ein etwas egozentrisch narzistisch veranlagter schnackertyp bist. in einem deiner beiträge hast du das therapiekonzept von irgendwelchen vorgesetzten sottiert. ich sag dir eins, ich hätte es mit meine neun berufsjahren erfahrung genauso wie dein oa gemacht.
die chirurgie ist ein Fach der "demut" dass heisst oftmals schnauze halten, ja sagen, und sich geschickt einschleimen was leider auch nicht jedem gelingt und kollegen lumpen. das ist leider so.
was ich bei dir nicht verstehe, und deshalb sage ich du bist ein schnacker, warum du wenn du denn das problem richtig erkannt hast nicht dafür sorgst, dass du mit dem patienten runter in den op gehst.
wie sollst du das machen?
excercieren wir mal gedankenexperimente:
1. du sagst den schwestern das du irgendwas mit dem patienten machen musst wenn er abgerufen wird z.b.. braunüle legen. also weisst du wann dein patient in den op kommt dann braucht dich weder dein oa noch die op-trullern zur op rufen.
oder 2. du sagst den anästhesisten oder anästhesiepfleger bescheid dass du bitte dazu gerufen wirst, weil du dem patienten noch was wichtiges.....
oder......
was ich sagen will, ist dass du halt dann mehr initiative zeigen und zur not den schreibkram auf der station für andere liegen lassen musst.
ich behaupte dass genau das verhalten von manchen chefs verlangt wird. andernfalls ist das argument jenes ,
"ich will ihn ja operieren lassen aber der will doch nicht ( leider ein häufiger rechtfertigungsgrund der vorgesetzten) schliesslich zeigt er kein interesse."
so insgesammt muss ich dir recht geben. die chirurgie ist so wie es aktuell ist ein mieses fach die arbeitsbedingungen sind schlecht die bezahlung auch. die verantwortung ist hoch und die weiterbildung gleicht, weil diesbezüglich kein gültiges kontrollierttes und umgesetztes recht herrscht, eher einem feudalen, willkürlichem ausbeutungssystem.
ich bin der meinung dass unsere situation nicht mit den menschenrechten vereinbar ist, daher dringend und sofort revidiert werden musst.
es kann nicht sein das man nicht ausgebildet wird, das gibt es in keinem anderen beruf der welt, wenn ja dann sagt es mir. es kann nicht sein dass man jahrelang abitur macht und studiert um chirurgie zu machen oder internist oder sonstwas zu werde um dann für eine selbsterchorene elite höhere handlangertätigkeiten durchzuführen. wenn dem so sein soll dann muss man vorher wenigstens genauestens informiert werden wie das ausbeutungssystem hierzulande funktioniert und dass man trotz leistungserbringung schlechte bis keine chancen hat weitetzukommen, weil man die falsche nase hat. liest man sich jedoch die offiziellen werbeseiten für das fach der chirurgie durch(z. b. bei dem bdc), dann denkt man wow packen wir es an ich schaff das schon wenn ich mich reinknie, aber so läufts nicht, leider. und darüber wird man vorher nicht informiert.
mein bester ich stecke in einer ähnlichen situation wie du. ich bin fa für chirurgie, wollte jedoch meinen uchi dranhängen. ne ausbildung diesbezüglich habe ich nicht erhalten. die begründung war wortwörtlich " ich mag sie nicht und das war auch der gund warum sie ihr erster chef nicht ausgebildet hat" endlich einer der was zugegeben hat, was ich schon lange geahnt und gewusst hatte. wieso ich das geahnt hab? naja, irgendwann weiss du was du kannst und was die anderen draufhaben, und wenn du dann siehst dass leute die fachlich nicht so gut sind wie du vom op katalog her weiter kommen manche sogar mit 2 linken händen dann kann man seinen teil ja denken.
so nun sag ich dir noch eins. ich habe mich an viele stellen gewendet, ich kann dir all meinen emailverkehr zur begutachtung zuschicken. die quintessenz von all der korrespondenz ist die, dass keiner von denen mich ernst genommen hat. tenor der antworten war, dann wechsel die stelle denn wo anders ist das viel besser (ich weiss dass dem nicht so ist), sei nicht so egozentrisch und sag nicht dass das alles ungerecht ist nur weil das jetzt dein EINZELSCHICKSAL ist und wer was kann darf auch was machen da seien alle chefs so ehrlich und fair und meine situation habe auch nichts mit meiner herkunft zu tun.
ehrlich die sind teilweise überhaupt nicht auf die von mir genannten kritikpunkte eingegangen sei es die vom bdc oder der äk egal! die glauben das sie im recht sind und alles richtig machen. die wenigen glücklichen die ausgebildet werden werdens, weil die sehr gut sind und die anderen werdens nicht, weil die sehr schlecht sind. so ist es.
ich glaube sogar mittlerweile, dass die alle unter einer decke stecken, ich sags dir wenn die im lionsclub oder den rotariern oder... drin sind vergiss die! es gibt genug begründungsmythen einen nichts machen zu lassen den man nicht mag und den den man mag tja egal auch wenn er 2 linke hände hat darf er es. von wegen zeit recourcen blablabla...
so wass meinst du willst du bezwecken? mal wieder hast du das problem richtig erkannt nur deine schlussfolgerung....?
warum machst du nicht was anderes? werd zahnarzt keine sch..lechten dienste mehr, keinen kleinkrieg mit den pflegern, jeden tag ausschlafen und ne chance haben seine rente geniessen zu können und dabei noch geld verdienen. noch bist du jung, noch kannste was ändern, junge ich rates dir hau in den sack und lass den schmuh mit der träumerei und dem pseudochristlichen ich bin lieb und rette die welt, dann wenn ich mal endlich am sankt nimmerleinstag zum operieren komme, denken.
anton pulmonalis ich hab dich lieb also bitte wiederhole nicht meinen fehler!
werd was anderes
im übrigen entschuldige meine wortwahl und meine mangelnde eloquenz. ich bin ein einwandererkind und bin damals nicht jeden abend, wie manch ein anderer hier, mit gutenachtgechichten ins bett gegangen.
bitte melde dich bei mir meine emailadresse haste hoffentlich
ich wart auf dich
gründe einen club ich tret dem bei und dann können wir dagegen vorgehen,
spass beiseite vielleicht lässt sich ne klage organisieren ich mein das im ernst
also packs an
3april97 am Montag, 8. Juli 2013, 21:41
in den vereinigten staaten
sind die abteilungen fuer die ausbildung verantwortlich: die muessen garantieren innerhalb der ausbildungszeit den katalog abarbeiten lassen zu koennen. sonst keine akkreditierung und keine billigen assitenzaerzte.

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