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Dr. werden ist nicht schwer... – 04.02.2013

Klinikwechsel für Fortgeschrittene

Der Wechsel in eine neue Klinik gestaltete sich für mich leichter, als es zu erwarten war. Ein Anruf, eine E-Mail mit Anhang und ein persönliches Gespräch und nach wenigen Tagen hatte ich einen neuen Vertrag vorliegen. Zufällig hatte sich mein „katastrophaler Kollege“ an derselben Klinik beworben, hatte jedoch bereits vor meiner Bewerbung eine Absage erhalten. Eine Indiskretion hatte meinen aktuellen Chef jedoch von meinen Wechselabsichten wissen lassen, bevor ich fristgerecht kündigen konnte.

Also bestellte er mich in sein Büro und bereicherte mein Bild von ihm um eine weitere verblüffende Aktion. Er, der gerade einen Arzt entlassen und nur noch drei Assistenten zur Verfügung hat, was ihn dazu zwingt, selbst am Vordergrunddienst teilzunehmen, sagte mir, dass er gehört habe, dass ich wechseln möchte. Ich solle doch bitte dann jetzt kündigen, weil es besser aussehen würde. Ansonsten würde man mir am Ende der Woche die Kündigung aussprechen. Erneut musste ich mir mit aller Anstrengung die Kinnlade geschlossen halten.

Da bereits alles gelaufen war, was wohl auch meinem Chef bekannt sein musste, war mir einmal mehr nicht klar, wie ernst er es gemeint haben könnte. Am Nachmittag konnte ich schon wieder herzhaft darüber lachen. Im weiteren Verlauf verhielt sich mein Chef dann korrekt. Das Zeugnis wurde pünktlich ausgestellt und fiel gut aus. Wird nicht schlau aus diesem Chef, ohne dass es ihm was ausmacht

Euer

Anton Pulmonalis


Leserkommentare

petrulus am Montag, 11. Februar 2013, 03:29
Viel Glueck!
Toi, toi - hoffentlich wird es dieses Mal besser!

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