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Gesundheit – 12.11.2012

Augenkranke lesen am Tablet schneller

Leselupen und andere Hilfen für Patienten mit nachlassender Sehstärke könnten schon bald der Vergangenheit angehören. US-Ophthalmologen raten ihren Patienten inzwischen zur Anschaffung eines Tablets, vorzugsweise mit Hintergrundbeleuchtung. Der hohe Kontrast und die Möglichkeit die Schriftgröße zu vergrößern seien von echtem Vorteil für Menschen mit nachlassender Sehstärke, meint Daniel Roth von der Robert Wood Johnson Medical School in Piscataway Township in New Jersey.

Der Augenarzt hat die Lesegeschwindigkeit von hundert Patienten mit altersbedingter Makuladegeneration oder diabetischer Retinopathie am Kindle und dem iPad gemessen, wobei die Schriftgröße auf 18 Punkt vergrößert wurde. Ergebnis: Am iPad verbesserten sich die Patienten um 42 Worte pro Minute, beim Kindle waren es immerhin 12 Worte pro Minute. Das schlechtere Ergebnis am Kindle führt Roth auf die fehlende Hintergrundbeleuchtung zurück (neuere Modelle haben sie). Entscheidend für die Verbesserung sei die hohe Kontrastsensitivität der Tablets. Sie ermögliche er Patienten auch dann noch zu lesen, wenn sie im gedruckten Buch kaum noch etwas erkennen können.


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