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Vom Arztdasein in Amerika – 02.04.2012

Wer soll das bezahlen?

Die Diskussionen sind derzeit sehr lebhaft in den USA wenn das Thema auf „Obamacare“ kommt. Das im Jahr 2010 von Präsident Obama verabschiedete 2700-Seiten Gesetz ist sehr umfassend und ist im immer heißer werdenden Wahlkampf ein wichtiges Thema. Ein Aspekt ist die massive Ausdehnung des staatlich bezahlten Gesundheitssystems und hierunter fällt die umfangreiche Ausdehnung der Medicaid-Berechtigung: Jede Person, die weniger als knapp 938 Milliarden über die nächsten zehn Jahre soll das Gesetz 179 Milliarden jährlich (http://www.washingtontimes.com/news/2012/mar/27/obamacare-costs-double-in-two-years/). Das entspricht mehr als einem Drittel des gesamten bundesdeutschen Haushalts (353 Milliarden Euro), um einen Vergleich zu Deutschland zu ziehen.

Seit kurzem, weil es Ostern ist, ziert ein Bild von Obama und einem Osterhasen unser Arztzimmer (http://www.buzzfeed.com/akdobbins/obama-meets-the-easter-bunny). Barack Obama flüstert dem Hasen etwas ins Ohr. Als ein Kollege die obigen Zahleninformationen las, stand er auf und schrieb unter Obama die Worte: „Ich werde Deine Steuern erhöhen“. Unter dem Hasen schrieb er: „Du kannst mich mal. Keine Eier für Dich“.

Mir wurde klar: Wenn es ums Geld geht, vor allem sehr viel Geld, versteht man in den USA keinen Spaß.


Leserkommentare

Andreas Skrziepietz am Dienstag, 3. April 2012, 11:44
Ausgaben für Banken und Militär
Zum Vergleich wäre es gut, wenn wir wüßten, wie hoch der Militärhaushalt ist und wie viel die Banken bekommen.

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