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Gesundheit – 22.09.2011

Cannabinoide beugen posttraumatischer Belastungsstörung vor

Wenn man Forschungsergebnisse der Universität Haifa in praktische Ratschläge umsetzt, dass sollten Soldaten sich künftig nach einem schwierigen Einsatz zurückziehen, um einen Joint zu rauchen. Auch auf Unfallstationen oder in Beratungsstellen für Gewaltopfer sollte es einen Raum zum „Kiffen“ geben.

Denn in den Experimenten, die Irit Akirav mit Ratten durchführte, verhinderte die Cannabisdroge, dass die Tiere nach traumatischen Erlebnissen eine permanente Schreckhaftigkeit, ein instinktives Vermeidungsverhalten und andere Zeichen einer posttraumatischen Belastungsstörung entwickelten.

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Aber keine Sorge. Im Labor von Irit Akirav an der Abteilung für Psychologie der Universität Haifa wurden die Tiere nicht mit Marihuana bedampft. Zum Einsatz kam ein synthetisches Cannabinoid. Mit ihm konnten die Forscher auch zeigen, wo die Droge ihre Wirkung entfaltete. Auf den Mandelkernen, den Amygdala, die für die emotionale Bewertung von Erlebnissen zuständig sind, gibt es CB1-Rezeptoren, die die moderierende Wirkung der Droge vermitteln (wie bei den Tieren durch direkte Injektion in die Hirnkerne gezeigt wurde).

Für die Wirkung gibt es allerdings ein enges zeitliches Fenster. Dass sich die belastenden Erinnerungen im Gehirn auf Dauer festsetzen, konnte nur verhindert werden, wenn die Behandlung 2 bis 24 Stunden nach dem Trauma erfolgte, berichten die Forscher. Danach war die Behandlung wirkungslos.

Beim Menschen könnte das Fenster wegen der höheren Lebenserwartung länger sein, glaubt Akirav. Angesichts der hohen Prävalenz der posttraumatischen Belastungsstörung und den bekannten Wirkungen und Nebenwirkung der Drogen sollte sich dies durch eine klinische Studie klären lassen.


Leserkommentare

harlekin2000 am Samstag, 24. September 2011, 12:32
Super Behandlung
Das spart dem US Militär massenhaft Geld und es würde noch mehr Geld sparen, wenn die physisch und und psychisch verletzten Soldaten gleich Selbstmord begingen ( Sarkasmus aus)

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