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Gesundheit – 29.06.2011

Adipositas to go: Schneller Hunger zwischendurch macht dick

Kaum ein Ort, an dem es nichts zu essen gibt. Auf dem Weg zur Arbeit müssen Pendler zahlreiche Back-Shops passieren, die mit belegten Brötchen locken. Die Arbeitspausen verbringen viele im Bistro nebenan. Auf dem Rückweg schnell noch einen Kaffee to go mit viel Milch. Nachmittags ein Kuchen aus der Konditorei. Am Abend dann ein Snack vor dem Fernseher.

Und keine Feier, kein Termin, auf dem nicht ein Imbiss gereicht wird. Catering ist eine Wachstumsbranche. Neben der gesteigerten Energiedichte und der Größe der Portionen ist vor allem die Zunahme der Gelegenheiten in den letzten Jahren zu einem wichtigen Grund für die Adipositas-Epidemie geworden.

Nach den Berechnungen von Kiyah Duffe von der Gillings School of Global Public Health in Chapel Hill, North Carolina, waren die 70er und 80er Jahre noch die Zeit der großen Portion. “Mega”, “Maxi” und “All you can eat” steigerte die Menge der täglichen zugenommenen täglichen Energie jedes Jahr um 15 Kilokalorien.

Die gestiegene Zahl der Portionen war nur für 4 zusätzliche Kilokalorien verantwortlich. Seit den 90er Jahren hat sich die Situation geändert. An erster Stelle steht jetzt die Zunahme der Essgelegenheiten mit 39 Kilokalorien am Tag, die Portionen sind kaum noch größer geworden. Die Energiedichte der Nahrungsmittel steigt ebenfalls kaum noch.

Um die Adipositas-Epidemie zu bremsen, müsste die Zahl der Mahlzeiten begrenzt werden. “5 am Tag” ist nicht nur ein guter Ratschlag für die notwendige Zufuhr von Obst und Gemüse. Es könnte auch eine sinnvolle Begrenzung für die Zahl der Mahlzeiten sein.


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