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Gesundheit – 13.05.2011

Twitter als Lebensretter

Das soziale Netzwerk Twitter hat einigen Patienten nach dem Tsunami in Japan möglicherweise das Leben gerettet. Für die Kardiologen Yuichi Tamura und Keiichi Fukuda von der Keio University School of Medicine bestand nach Erdbeben und Flutkatastrophe die Schwierigkeit darin, jene Patienten zu kontaktieren, die wegen einer pulmonalen Hypertension auf kontinuierliche Infusionen mit Prostacyclin angewiesen sind.

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Anrufen konnten sie sie nicht, da in vielen Städten das Festnetz zusammengebrochen war, und viele Patienten ihre Häuser verlassen hatten. Die Internetverbindungen blieben jedoch erhalten. Viele waren deshalb per Email, Skype und Twitter erreichbar. Als besonders effektiv erwies sich der Nachrichtendienst Twitter. Er erlaubt kurze Textmitteilungen an registrierte Nutzer, die Follower.

Diese könnten die Meldung als Re-Tweet an andere weiterleiten. Dies ergibt ein Schneeballsystem, das sich schnell über das Netzwerk ausbreitete. Tamura und Fukuda konnten den Patienten mitteilen, wo sie die lebenswichtigen Medikamente erhielten oder sie ihnen liefern. Einem Patienten sei das Medikament schließlich per Helikopter zugestellt worden.


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