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Lesefrüchtchen – 14.03.2011

Japan: Radiation Effects

Um das Ausmaß der aktuellen Katastrophe zu beschreiben, bemühte der japanische Ministerpräsident Kan das Jahr 1945, die "Stunde Null" der japanischen Geschichte, und tippte damit an zwei tiefe Traumen, die nahezu verheilt schienen: die Niederlage und die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki am 6. und 9. August 1945 und die Kapitulation am 15. August 1945. Das alles ist plötzlich wieder gegenwärtig.

Strahlenschäden infolge der Atombombenexplsionen wurden bis in die jüngste Gegenwart beocbachtet. Umittelbar nach dem Abwurf verbrannten, verglühten in Hiroshima und Nagasaki etwa 100.000 Menschen, weitere an Spätfolgen wie inneren Blutungen oder Krebs.  Bis 1950 sollen insgesamt 230.000 Opfer registriert worden sein (die Schätzungen gehen weit auseinander).

Viele aber überlebten lange und wurden, dank einer sich entwickelnden medizinischen Betreuung, sogar alt. Näheres erfährt man zum Beispiel auf der Webseite der Radiation Effects Research Foundation (http://www.rerf.jp/), die die Schicksale der Hiroshima- und Nagasaki-Opfer verfolgt.

Japan hat somit – es ist  schon fast makaber, das festzustellen – eine große und jahrzehntelange Erfahrung in der Behandlung von Nuklear-Opfern. Möglich, dass die Erfahrung nach einer immer noch drohenden nuklearen Katastrophe infolge der "friedlichen Nutzung der Atomenergie" erneut vonnöten ist. (Hoffentlich nicht..., diese armen Menschen sind geschlagen genug).



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