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Gesundheit – 08.12.2010

Musik macht künstliche Beatmung verträglicher

Mit Musik geht alles besser. Nicht nur auf dem Tanzparkett. Musik kann auch den Stress von Patienten auf Intensivstationen lindern, was einer Übersicht in der Cochrane Collaboration zufolge in insgesamt 8 Studien an 213 Patienten untersucht wurde, die aus verschiedenen Gründen künstlich beatmet werden mussten.

In einer Studie begnügten sich die Forscher nicht mit Musik aus der Konserve. Ein ausgebildeter Musiktherapeut gab den Patienten ein Live-Konzert, wobei er sich bemühte den Takt an das Tempo des Beatmungsgerätes anzupassen. Das mag eine gute Anregung sein für den nächsten Privatpatienten aus den Öl-Emiraten.

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Für den Kassenpatienten tat es in den anderen sieben Studien auch ein einfacher Kassettenrekorder, Verzeihung mp3-Player. Nach den Studien, die Joke Bradt vom Department of Creative Arts Therapies an der Drexel Universität in Philadelphia ausgewertet hat, lindert die Musik nicht nur die Angstreaktionen der Patienten.

Auch Herz und Atmung (?) würden sich entspannen, heißt es in der Pressemitteilung. Nur der Blutdruck könne ein wenig ansteigen. Also Vorsicht bei der Titelauswahl. Klassik könnte hier gesünder sein als Punk oder Heavy Metal.


Leserkommentare

w.strecker am Donnerstag, 9. Dezember 2010, 12:56
musik macht künstliche Beatmung verträglicher
Bei Unverträglichkeit einer künstlichen Beatmung sollte nach Ausschluss sonstiger Ursachen(z.B.Beatmungsfehler,andere Komplikationen) vorrangig die Sedierung und Analgesie optimiert werden.
Bei der Bewertung ist u.a. die retrograde Amnesie durch die Medikamente zu
berücksichtigen.

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