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Lesefrüchtchen – 02.11.2010

Apobank: Nachtrag

Das Desaster hat den Vorstand nun voll erreicht. Jetzt kann es nur noch Schadensbegrenzung gehen. Man lese die Erklärung der Bank vom 1. November (www.apobank.de). Ein im Bankwesen wohl einmaliges Dokument, das Organisationsversagen vermuten lässt. 

Gleich zwei Vorstandsmitglieder wurden Knall auf Fall an die Luft gesetzt: Stefan Mühr (bisher schon „freigestellt”) und Claus Verführt. Vom bisherigen Vorstand verbleiben somit nur Vorstandssprecher Herbert Pfennig. Der wurde Anfang 2009 berufen und sollte einen Neuanfang markieren, übrigens zusammen mit dem jetzt geschassten Mühr, der auch 2009 in den Vorstand kam.

Man darf gespannt sein, ob Mitarbeiter, die bei den angekündigten internen Ermittlungen auspacken wollen, statt anonym an die Presse zu gehen, sich tatsächlich trauen – Vertrauenschutz hin oder her – und ob sich der nunmehr ganz neu zusammengestellte Vorstand wie auch der nicht ganz so neue Aufsichtsrat trauen, den, pardon, Saustall in aller Öffentlichkeit auszumisten.


Leserkommentare

zaratustra am Mittwoch, 3. November 2010, 17:27
Apo-Bank - Medicon
Mit welchen Besen der Vorstand hier kehrt, sieht man am besten auf der Homepage der APO-Bank.

Hier wird weiter munter für die Objekte der Medicon geworben, so als sei das alles schon Schnee von gestern, was aktuell diskutiert wird.

Wie schmerzfrei müssen Apotheker und Mediziner eigentlich sein, wenn Sie sich jetzt immer noch vor diesen Karren voll überteuerter Immobilien spannen lassen.

Oder anders gefragt: Wie schamlos ist diese APO-Bank wirklich?


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