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Dr. werden ist nicht schwer... – 13.07.2010

Goodbye Germany!

Nicht nur beim Fussball sind die Würfel gefallen. Auch bei mir ist eine Entscheidung (gegen Deutschland) gefällt worden: ich verlasse das Land und suche mein Glück im Ausland. Mir ist bewusst, dass ich auch dort kein Paradies vorfinden werde. Die Arbeitszeiten werden denen meiner in Deutschland gebliebenen Kollegen wohl in nichts nachstehen.

Aber dafür werde ich besser bezahlt sein und muss nicht obendrein noch höhere Steuern an einen Staat zahlen, dessen Oberhäupter sich anscheinend hauptsächlich durch Fussballschauen auszuzeichnen wissen. Ganz im Gegenteil: da ich auf Fernsehen sehr gut verzichten kann, werden mir Merkel, Westerwelle, Rössler, Gabriel und Co. weitestgehend erspart bleiben. Und dafür ist mir eigentlich keine Reise zu weit.

Freut sich schon auf sein mehr Brutto vom Netto... (oder war es nicht doch umgekehrt, Frau Merkel?)

Euer Anton Pulmonalis


Leserkommentare

yunus am Donnerstag, 22. Juli 2010, 04:55
Wuensche dir alles gute.
Ich wuensche dir alles gute und viel Glueck. Ich habe denselben Schritt getan und hatte sehr viel Glueck.
Einige Forumsmitglieder hier im Deutschen Aerztblatt haben mir sehr geholfen und ich werde ihnen ewig dankbar sein.
Einige der Kommentare hier sind sehr typische fuer die Deutsche Neidgesellschaft. Wieso soll jemand auch ans Geld verdienen denken? Wer braucht schon Geld? Ist ja egal wenn man sich den Buckel krumm arbeitet, jahrelang studiert und wenn man fertig ist genauso viel verdient wie ein Angestellter in McDonalds (stundenweise).

Deutschland vernachlaessigt seine Talente eh, ein talentierter Physiker oder Mathematiker bringt es auch nicht weit in der Deutschen Neidgesellschaft. Forschungsstellen sind knapp, weil es an Geld fehlt.
Es ist eine unverschaemtheit jemanden, der Anerkennung moechte fuer seine Leistungen als gierig darzustellen.
Holzbock am Mittwoch, 21. Juli 2010, 22:32
goodbye Germany
Pulmonalis verläßt nicht Germany, sondern die BRD des vereinten Deutschland als Wirtschaftsgebiet der Besatzer nach Artikel 133 GG. Letzteres ist seit 1990 eine GmbH und somit eine Firma. In Firmen bereichern sich auch die die Chefs an der Produktivkraft der Angestellten, so natürlich auch die Besatzertreuen Verwalter des vereinten Wirtschaftsgebietes nach Artikel 133 GG. Für die Leistungsträger von kostenverursachenden Tätigkeiten ist natürlich wegen der Gewinnschmälerung das Budget sehr klein zu halten. Wie sagte die Fischer, ehemalige Ministerin für Gesundheit der Bundesrepublik Deutschland Finanzagentur GmbH (HRB 51411 Frankfurt), 30 % der Ärzte müssen weg!
Und sie tun alle mit, auch die eigenen Standesvertretungen: Ärztekammern, KVén! Natürlich nicht offensichtlich sondern subtil mit Gängelungen, wie Qualitätssicherung, Certifizierung, Fortbildungszwang.....und Honorarstreichung!
Die Ärzte sollten sich deshalb überlegen, ob sie die Krankenversicherung nicht selbst in die Hand nehmen und den bei ihnen versicherten Patienten eine Basisversorgung anbieten zu einem vernünftigen Preis.

Man darf eh gespannt sein wann im Rahmen der Vollprivatisierung ehemals Staatlicher Einrichtungen, heute unter Täuschung im Rechtsverkehr immer noch Ministerium oder so genannt, die erste Krankenkasse als AG firmieren wird, wie es die Krankenhäuser heute schon tun und dann natürlich für die Investoren Profite erwirtschaften müssen. (noch als Witz gemeint)

Last but not least sollte die Gesundheitspolitik auch vor dem Hintergrund dere Weltbevölkerungskonferenz 1994, in Kairo, betrachtet werden. Dort wurde beschlossen, daß 4,7 Mrd. Menschen im Zeitraum von 150 Jahren auszurotten sind und dies soll durch Hunger und Krankheiten geschehen!

Honi soit que mal y pense!

Fazit: Davonlaufen geht nicht, man müßte schon den Planeten wechseln, globalistisch gedacht.
pentago29 am Mittwoch, 21. Juli 2010, 21:47
billige Ärzte
Lieber Anton,

kannst ja gerne gehen, aber du sollstest zumindest vorher eine Menge Geld hier lassen, denn "wir anderen" Steuerzahler haben dir ja die Ausbildung und das Studium finanziert, und das war nicht billig. Du sollstest dir klar machen, dass andere Länder enorm von dir profitieren, denn sie sparen eine Menge Geld, weil du quasi kostenlos aus- und weitergebildet ankommst

Trotzdem alles Gute
Businesspaar am Mittwoch, 21. Juli 2010, 10:58
Eid - Gelöbnis, was solls
Nicht immer ist drin was drauf steht, aber geben wir uns Mühe.

...die Gesundheit meines Patienten soll oberstes Gebot meines Handels sein ...

aber nur, wenn ich die Entlohnung auch erhalte die ich haben will, egal ob bezahlbar, auch wenn ich nicht mehr weiß wohin mit der Knete.

...ich werde mich in meinen ärztlichen Pflichten meinem Patienten gegenüber nicht beeinflussen lassen durch ...

gut, okay, wenn ich mal eine Anwendungsbeobachtung machen soll, wird ja gut bezahlt, am besten gleich blanko unterschrieben und dem Pharmareferenten umgehend ausgehändigt ... macht Sinn, da gibts auch sofort ordentlich Kohle.

Oder ... nein das sollte reichen.

"Frusti" fühlt sich also an Honnecker erinnert, soso. Suggeriert ihm das etwa unser Wohnort? Nun, das Pärchen ist kein "reinrassiges" Ostpärchen von Geburt her. Ein Teil West, ein Teil Ost, also ein Teil gelernter DDR-Bürger. Und letzterem wurde seitens Honnecker und seinen Mitverbrechern übelst mitgespielt, allerübelst, bishin zum Verlust durch den Tod einer sehr, sehr nahen Familienangehörigen. Und daran waren dann auch Ärzte der Charite`beteiligt. Da haben im übrigen auch etliche junge Männer gänzlich entgegen ihrer eigentlichen Auffassung 3 Jahre Armeedienst geleistet, nur um das Medizinstudium absolvieren zu dürfen....

Sie waren ja sooooo sehr überzeugt vom Sozialismus ... (Lachkrampf) Diese Spezies ist überdurchschnittlich oft in den "goldenen" Westen abgehauen, vor, während und nach der Wende ... warum? Nicht des schnöden Mammons wegen, sicher nicht, oder doch?

Iss klar Anton ... machet jut.
frusti am Sonntag, 18. Juli 2010, 13:20
@businesspärchen (DINKS?)
schon mal den eid gelesen? da steht nur was von umsonst drin, was den akademischen lehrer angeht....
und erst wenn der letzte arzt (in rente oder insd ausland) gegangen ist, werdet ihr sehen, das verwaltungsangestellte nicht operieren können....

die derzeitige ärztebashingmentalität erinnert mich an den alten honecker "weinen den keine träne nach...den sozialismus in seinem lauf....).

im übrigen ist anton pulmonalis nur eine allegorie ... (s.d.)
Schlompf am Samstag, 17. Juli 2010, 12:11
Quo vadis ?
Wo gehts denn hin ? Ich möchte langfristig auch aus Deutschland weg.

Viel Erfolg !
tr0n am Samstag, 17. Juli 2010, 02:16
Alles gute und viel Erfolg!
Du machst das richtige!
adonis am Freitag, 16. Juli 2010, 10:18
Na, verrate mal wohin du gehst.
Also in Europa kannst du gut das Deutsche Fernsehen empfangen. Null Problemo.
Aber sicher alles Gute und lass was von dir hören.
Andreas Skrziepietz am Donnerstag, 15. Juli 2010, 20:05
Die Ethik des Hippokrates
bestand ja eben darin, die Medizin als Dienstleistung zu sehen und sich entsprechend bezahlen zu lassen. Man wird in diesem "Eid", der ja eigentlich ein Vertrag ist, nicht die Forderung finden, auf Honorar zu verzichten. Gute Reise und laß Dich anständig bezahlen.
joerg.daehn am Donnerstag, 15. Juli 2010, 12:17
Vollkommen richtig!
Man muss die Politiker da treffen, wo es weh tut: beim Geldbeutel! Irgednwann wird schon jemandem dort oben dämmern, dass man nicht Leute für hundertausende Euro/Studienplatz ausbilden und dann mit schlechten Arbeitsbedingungen, mangelnder Zukunftsperspektive und sinkenden Löhnen ins Ausland vertreibt. Die Rechnung geht irgendwann nicht mehr auf.
Businesspaar am Donnerstag, 15. Juli 2010, 11:16
Verzichtbar!
Gute Reise und bitte auf Nimmerwiedersehen. Doktor Geldgier wird hier nicht gebraucht und ist völlig überflüssig, sozusagen wie ein Kropf.

Er sollte sich doch vielmehr an die Ethik eines gewissen Hippokrates erinnern. Es ist manchmal einfach nur widerlich bestimmte Kommentare zu lesen.



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