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Lesefrüchtchen – 08.12.2009

Impfstoff wie saures Bier

Man hört von Praxen, die Patienten anrufen und zum Impfen einladen. Gegen Schweinegrippe. Nur 2,5 bis 4 Millionen haben sich bisher impfen lassen, und die WHO, die lauteste Propagandistin in Sachen H1N1, liess soeben verlauten, der Höhepunkt dieser Grippewelle sei überschritten.

Angenommen, es wurden je zwei Dosen verabreicht, die Auffassung, es reiche auch eine, hält sich freilich, aber dennoch: zwei, dann sind bisher zwischen 5 und 8 Millionen Dosen verbraucht. Das tragen die Kassen. Die Bundesländer haben aber 50 Millionen bestellt und müssen dafür zahlen. Was tun?

1. Propaganda, auch an den Hecken und Zäunen (Rösler gibt schon sein Bestes).

2. Zahlen und vergessen (was sind heutzutage ein paar hundert Millionen).

3. Losschlagen (Vater Staat betätigt sich seit der Krise ja gern als Unternehmer). Die Ukraine hat angeblich Interesse. Die wird aber nicht den vollen Preis zahlen, denn sie weiß

1. dass Impfstoff wie saures Bier im Angebot ist und

2. ein wackeliger Kantonist stets mit Hilfsbereitschaft rechnen kann (vielleicht ist Kiew dann beim nächsten Krach um die Gasdurchleitung was nachgiebiger)


Leserkommentare

Realname am Dienstag, 8. Dezember 2009, 20:14
Wer war es ?
Ja wer hat den ganzen Irrsinn angeleiert?
Jedenfalls war das tolle "aerzteblatt" auch mit dabei!

Aber das Volk ist halt doch nicht so dumm, wie viele glauben mögen.

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