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praxisnah – 02.11.2009

Halloween

Die aus den Staaten herüber geschwappte Mode kennen Sie sicherlich, zu Halloween klingeln Kinder an der Haustür, grauenvoll geschminkt und gekleidet, Entsetzen verbreitend, um Süßes oder Saures einzufordern. Auch ich bekomme solchen Besuch, und sehe mich genötigt, die Aufmachungen gebührend zu würdigen.

"Du", so lobe ich eine Leiche mit schwarzen Tränen in den dazugehörigen Säcken, "siehst so grauslig aus wie die Mangelverwaltungsgesetze der letzten Legislaturperiode! Und Du", zeige ich auf eine Hexe mit schwarzem Spitzhut, "bist abschreckender als der Honorarverteilungsmaßstab gemäß Paragraf 85 Absatz 4 des fünften Sozialgesetzbuches! Aber" so lobe ich das Skelett mit blinkenden LED-Leuchten in den Augenhöhlen, "Du lässt mich mehr zittern als die arztgruppenspezifischen Obergrenzen! Bravo!"

Die finsteren Gestalten schauen sich ziemlich verwirrt an. "Kommt, lasst uns abhauen, der Typ ist irre!" Ich kann auch ohne Verkleidung Entsetzen verbreiten.


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