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Dr. werden ist nicht schwer... – 02.10.2009

Mediziner, wehrt Euch!

Wer kennt das nicht? Man unterhält sich mit einem fachfremden Akademiker über das Thema Promotion und wird belächelt. Aussagen wie „Ihr könnt die Arbeit neben dem Studium machen.“, „Was Ihr Promotion nennt, würde bei unseren Standards nicht mal als Hausarbeit durchgehen.“ oder „Ihr Mediziner bekommt den Titel doch sowieso geschenkt.“ gehören dabei leider nicht selten zu den Breitseiten, denen man ausgesetzt ist.

Dagegen sollten wir uns argumentativ zur Wehr setzen!

Wir bekommen den Titel absolut nicht geschenkt. Selbst die schwärzesten Schafe unter uns kommen nicht ohne eine gewisse Investition – sei es temporäre oder pekuniäre – ans Ziel. Uns stehen in der Regel weder zuarbeitende Diplomanden zur Verfügung, noch zahlt uns ein Institut Geld für unsere Mühen. Außerdem haben unzählige Arbeiten aus unserem Berufskreis potenziellen Nutzen für alle Menschen gehabt.

Wir mögen zwar in gewisser Weise vom Titel profitieren, können aber nur mit Neid auf die Vorteile blicken, die ein „Dr.“ vor dem Namen in anderen Branchen mit sich bringen kann. Diese bestehen neben teils deutlich verbesserten Bezügen vor allem aus Prestige, das bisweilen fehlende Qualifikation oder gar komplette Unfähigkeit zu überdecken vermag.

Doch! Unsere Arbeiten sind richtige Doktorarbeiten! Wer das nicht glauben mag, sollte sich schlau(er) machen. 

Auch hier genügt ein Blick auf Wikipedia. Verrät Euch,

Euer Anton Pulmonalis


Leserkommentare

adonis am Dienstag, 6. Oktober 2009, 09:59
Gut
Aber du wirst schon wenig Rückhalt bei Kollegen haben, die schlicht weg zu faul sind zu promovieren. Ihnen ist die Studentenkneipe um die Ecke wichtiger als bis abends spät im Labor zu sitzen. Und man deklassifiziert dann gerne die Arbeit anderer Kollegen. Dass es schlechte Arbeiten mit schlechten Themen gibt, das stimmt, aber das hat man auch in anderen Berufsgruppen. Und es ist keine Entschuldigung. Gute Arbeiten in denen man sich engagieren muss finden sich und sie sind eine Erfahrung Wert.
Daher finde ich deinen Beitrag lieber Anton sehr gelungen.

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