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praxisnah – 06.07.2009

Fortbildung ist eine Essenz unserer Kunst

Fortbildung ist eine Essenz unserer Kunst; um es auf eine Formel zu bringen: a² + b² = c²: je mehr Ausbildung und Belesenheit, desto höher die Chance auf eine medizinische Karriere. Dies beherzigend habe ich mich für ein hochkarätiges Symposium angemeldet; nicht um die Ecke, sondern 500 Kilometer entfernt.

Denn: E = mc²; soll heißen, dass die Erwartung an den Kongress linear zur Anzahl der zurückgelegten Meilen und im Quadrat der Anzahl der vortragenden Koryphäen steigt. Bedeutsam kostenpflichtig muss dieses Unterfangen auch sein, da schließlich gilt: Q = 1/p; die Qualität verhält sich invers zum Ausmaß des Pharmasponsoring.

Daher muss ich tief in meine regressgebeutelte Tasche greifen, bevor ich die Koffer und meine Frau packen kann, um mich auf den Weg zu machen. Auf den ersten hundert Autobahnkilometern bleibe ich mehrfach in nervenzerfressenden Staus hängen; Zeit genug, sich Sorgen um die im Internet gebuchte Unterkunft zu machen.

Denn F= a*b, der Frust mit der Fortbildung multipliziert sich aus den Ärgernissen der Anreise und den Beschwerlichkeiten der Beherbergung. Aber was macht man nicht alles für ein paar aktuelle Erkenntnisse.

Als einfach gestrickter Mensch messe ich den Erfolg des Symposiums an der Anzahl der mitgenommenen Notizen. Sozusagen in DINA4. Je mehr Blätter ich pro Tag mit neuen Erkenntnissen vollkritzele, desto gelungener die Veranstaltung.


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