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Lesefrüchtchen – 16.06.2009

Die AOK geht schwanger

So schnell wird´s wohl nichts mit dem AOK-Arzt-Navigator, auch wenn die Presse dieser Tage voller Ankündigungen war. Das lag daran, dass der AOK-Bundesverband am 11. und 12. Juni in Bad Saarow eines seiner Presseseminare abhielt, bei dem die einschlägige (Hauptstadt-)Presse reichlich vertreten war. So läuft nun mal Öffentlichkeitsarbeit. Der Stellvertretende Vorsitzende des Verbandes, Jürgen Gralmann, stellte dabei ein wenig vorschnell "eines unsere ganz neuen Babys" vor, eben dieses Arzt-Bewertungsportal, das es noch nicht gibt, aber mal im Internet einzusehen sein soll. Darin sollen, so die AOK, die Versicherten "Eindrücke" über den Besuch beim Arzt eingeben. Es sollen einige Kriterien vorgegeben werden, auch soll das Portal "manipulationssicher" sein. Genaueres weiß man bisher nicht. Die Mediziner und die Bertelsmann-Stiftung, die sich einmal mehr kritisch des Gesundheitswesens annimmt, arbeiten noch daran

Zu hoffen ist, dass nicht eine Art Pisa für Ärzte dabei rauskommt: schlichte Bewertungen, die die ärztliche Gesamtleistung nicht fassen.


Leserkommentare

Raimund Dehmlow am Donnerstag, 18. Juni 2009, 09:55
Erwartungen werden wohl enttäuscht
Ich fürchte, Ihre Erwartungen werden enttäuscht. Nach allem, was man über den Navigator bisher weiss, sind gerade "schlichte Bewertungen" und nicht die Darstellung der ärztlichen Gesamtleistung geplant. Was aber wäre gegen schlichte Bewertungen einzuwenden?

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