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Lesefrüchtchen – 18.05.2009

Von wegen Schweinegrippe

Schmidts Absage an den Deutschen Ärztetag ist ein Affront. Die Begründung, wegen eines Treffens in Sachen Schweinegrippe nach Genf zu müssen, glaubt kein Mensch. Solche Treffen kann auch ein hoher Beamter, vielleicht ein Staatssekretär wahrnehmen. Die Gesundheitsministerin hat schon seit Jahren ihre Probleme mit dem Ärztetag, einschließlich seines Präsidenten. Beobachter der Deutschen Ärztetage können sich an manch lustlosen Besuch Schmidts erinnern.

Aktuell dürfte Schmidt verstimmt sein wegen der Vorwürfe, das Gesundheitswesen sei unterfinanziert und es müsse daher zu Priorisierung (um nicht von  Rationierung zu reden) kommen. Das "Patienten sortieren" (siehe den vorangehenden blog) wird ein Gesundheitsminister kaum akzeptieren können. Schmidt hätte auf dem Ärztetag solcherlei Ideen zurückweisen müssen.

Die frostigen Beziehungen schaden beiden Seiten, der Gesundheitsministerin wie der ärztlichen Standesvertretung. Nach der Wahl sollte sich hier grundlegend was ändern. 


Leserkommentare

Oma Kasupke am Donnerstag, 21. Mai 2009, 11:57
Wohl eher Ärztegrippe
[Zitat=Herr Jachertz]
Die frostigen Beziehungen schaden beiden Seiten, der Gesundheitsministerin wie der ärztlichen Standesvertretung. Nach der Wahl sollte sich hier grundlegend was ändern. [/Zitat]

Sie gehen also davon aus, dass Frau Schmidt auch in der nächsten Legislaturperiode Gesundheitsministerin sein wird. ;)


Über Frau Schmidts Motiv, nicht zum Ärztetag zu gehen, kann ich genau wie Sie nur spekulieren, aber, Herr Jachertz, stellen Sie sich mal vor, Sie wären Gesundheitsminister: Wie würden Ihnen dann solche Plakate über den Gesundheitsminister in den Wartezimmern von Arztpraxen gefallen? http://tinyurl.com/ccbmto


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