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Dr. werden ist nicht schwer... – 10.04.2009

Das ist ja widerlich!!!

Man gewöhnt sich im Laufe des Studiums an so manches und muss gar aufpassen, dass man unschuldigen Nichtmedizinern beim Essen nicht leichtfertig den Appetit vergehen lässt. Dennoch muss ich gestehen, dass es drei Dinge gab, an die ich mich nie gewöhnen konnte und die bei meiner späteren Berufswahl sicherlich bei der Entscheidungsfindung helfen werden:

 

  1. Fettgewebe: Diese Abneigung entstand im Präparierkurs (wo ich schnell lernte, dass Fett Aromaträger ist) und verfestigte sich bei meinen praktischen klinischen Einsätzen, wo ich lernte, ab einem gewissen BMI Handschuhe für jegliche Art der Untersuchung einzusetzen, um das Puls- und Lymphknotentasten bei Verlassen des Patientenzimmers geradezu symbolisch abstreifen zu können.
  2. Parasiten: Das mag ein wenig seltsam klingen, aber ich war selbst überrascht, wie sehr ich mich bei der Vorstellung der Lebenszyklen dieser mitunter raffiniert vorgehenden Schmarotzer ekelte. Mag sein, dass ich mir das zu bildlich vorgestellt habe. Vielleicht sollte ich weniger Dr. House gucken.
  3. Dermatologie: Im ersten Semester suchte ich ob eines atopischen Ekzems einen Dermatologen auf. Dieser war nett, nahm sich Zeit und erklärte mir allerhand. Mit anderen Worten: Ich war beeindruckt und dachte mir beim Verlassen der Praxis sogar: „Mensch, das wäre doch was für später…“. Heute muss ich darüber eher schmunzeln. Dieses Fach muss ich als eine der großen Enttäuschungen des Studiums betrachten. Zugegeben: ich hatte einfach falsche Vorstellungen und dachte nicht an Pilze, Geschlechtserkrankungen oder gar Parasiten (siehe 2.).

    Aber wie komme ich darauf? Ganz einfach! Ich sitze gerade vor meinem Computer und kreuze mit mäßigem Erfolg Derma. Bei den meisten Kommentaren und Bildern verziehe ich das Gesicht und frage mich, ob es schlimmere Dinge gibt. Dabei fallen mir unerklärlicherweise immer wieder Parasiten ein.

    Musste das mal verarbeiten,

    Euer Anton Pulmonalis


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