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praxisnah – 03.04.2009

Urlaubstagebuch – Teil 3: All inclusive

Nachdem Flug, Landung und Auschecken wider meinen Erwartungen völlig komplikatonsfrei verliefen, treffen wir im Hotel ein. Der freundliche Rezepteur bindet mir ein Plastikband um den rechten Arm. Was soll das? Meine geliebte Frau meint, das sei in Ordnung, sie habe "all inclusive" gebucht.

Ich bin empört. SO geht das nicht, ich bin ein altruistisches Wesen, kann das nicht mit meinem ärztlichen Über-Ich vereinbaren. Die Sprechstunde formatiert mich dazu, mich nur um die Nöte und Sorgen, die Ängste und Koronarsyndrome anderer zu kümmern.

Zwar häufig auch für lau, aber trotzdem: Ich bleibe hier keine Minute, ich will in eine normale Ferienwohnung, ich bin ein autarker Mensch, der sein Bett und sein Essen selber macht, basta! „Du kannst Dir drüben an der Bar einen Cocktail holen.“ Ich will hier nicht bleiben! Außerdem habe ich keinen Cent in Landeswährung dabei! „Brauchst Du auch nicht. Nimm' Dir einfach einen Cocktail.“ Einfach so? „Einfach so.“ Okay, wir bleiben hier.


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