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Polarpsychiater – 03.03.2009

Alltagskultur

Die Alltagskultur, das Lebensgefühl, das Miteinander hier ist charakterisiert durch einen genuin positiven Nationalstolz, eine klare nationale Zugehörigkeit – auch in Abgrenzung zu anderen Nationen.

Gleichwohl gibt es eine Offenheit und Neugier für "die Anderen" und auch wohlwollenden Spott für die scandinavischen Nachbarn. Erstaunlich, wie stark diese Zugehörigkeit trotz der dünnen Besiedlung und der großen Fläche ist.

Im zwischenmenschlichen Kontakt gibt es einen Respekt voreinander, klar differenziert nach Rolle und Stand, aber deutlich flacher als in Deutschland. Es gab eben nie eine Adelsschicht. Jeder gibt seinen Teil zum Funktionieren des Ganzen und das sieht und sagt man auch so; sich selbst auf Kosten andere zu "erhöhen" ist verpönt.

Man ist recht modern, datentechnisch ist alles auf der Höhe, die Akzeptanz ist hoch. Die Verwaltung will effektiv sein, daran arbeitet man. Es ist recht angenehm zu erleben, wie in einem so kleinen Land Beschlüsse umgesetzt werden – obwohl dies manchmal auch gegen die eigene Haltung geschieht, kann eine klare Haltung ein greifbares Resultat erzeugen.

Sollte dieses nicht das Erwünschte sein, kann man korrigieren. Alles gilt immer im ganzen Land, regionale Ausnahmen gibt es nur für die Steuer im Norden des Landes.


Leserkommentare

adonis am Mittwoch, 4. März 2009, 11:06
Der Mars ist ein schönes Gestirn!!!
So klingen mir fast ihre Ausführungen. Gleichwohl denke ich, dass es interessant ist etwas von einem Psychiater im Hohen Norden, vielleicht auch im Vergleich mit Deutschland zu hören. Aber meine Erwartungen sehe ich nicht erfüllt. Es sind eigentlich Banalitäten. Schade.

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