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Klaus-Dieter Wurche: So lokal wie international

Dtsch Arztebl 2007; 104(44): A-3034 / B-2672 / C-2591
PERSONALIEN
Hibbeler, Birgit
Klaus-Dieter Wurche.<br>
Foto: Ärztekammer Bremen
Klaus-Dieter Wurche.
Foto: Ärztekammer Bremen
Europa wächst zusammen, die Mobilität der Arbeitnehmer nimmt zu. Eine positive Entwicklung, findet Dr. med. Klaus-Dieter Wurche, Präsident der Ärztekammer Bremen und Vorsitzender der Ständigen Konferenz „Europäische Angelegenheiten“ der Bundes­ärzte­kammer (BÄK). Die Mobilität von Ärzten wird aber immer mehr zur Einbahnstraße, die aus Deutschland herausführt. Für Wurche ist das ein Indiz dafür, dass die Probleme der Ärzteschaft hierzulande noch nicht ernst genug genommen werden. „Das ist ein Stimmungsbarometer“, erklärt er.
Die Stimmung der Basis ist Wurche vertraut. Die Bremer Kammer ist die kleinste der Lan­des­ärz­te­kam­mern. „Man ist nahe dran an den Problemen der Kollegen“, sagt Wurche. Seit Jahren engagiert er sich für die ärztliche Weiterbildung, unter anderem in den entsprechenden Gremien der BÄK. Ein wichtiges Thema der Ständigen Konferenz „Europäische Angelegenheiten“ ist unterdessen die gegenseitige Anerkennung von Studienabschlüssen. In den Lan­des­ärz­te­kam­mern solle es dazu einen einheitlichen Wissensstand geben, sagt Wurche.
Eine Affinität zu Europa hat der Radiologe schon lange. Neben der Medizin studierte er französische Philologie und verbrachte ein Jahr in Lausanne. Seit 1990 leitet er das Zentralinstitut für Röntgendiagnostik und Nuklearmedizin am Klinikum Reinkenheide in Bremerhaven. Wurche ist ein Familienmensch: Er ist verheiratet und hat sechs Kinder. Am 8. September feierte er seinen 65. Geburtstag. Birgit Hibbeler
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